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REVIEW | BAD WEED - II - ALBUM

Heute haben wir wieder einmal ein richtig feines Album von einer besonderen Band, das wir euch wirklich ans Herz legen möchten. Diese Band heißt Bad Weed, die am 3.3.2023 ihr neues fantastisches Album mit dem Titel „II“ veröffentlichten. Ich kann wohl davon ausgehen, dass Bad Weed schon vielen unserer Leser*innen durchaus bekannt ist.


Aber für die, die noch nichts von dem charmanten Trio aus Wien gehört haben, sollten das jetzt gleich mal nachholen. Denn bereits im Jahr 2012 gründen die drei Freunde die Band und veröffentlichen zwei Jahre später das erste Demo mit fünf knackigen Power-Pop Songs. Kurz darauf folgte via Bachelor Records schon die Hillside EP. Nach dem dann einige Zeit vergehen musste, bevor Bad Weed wieder mit einem neuen Release die Herzen der Power-Pop und Garage Fans höherschlagen ließen, kommt 2019 via Siluh Records dann endlich das erste Album. Mit diesem Album knüpft die Band nahtlos an die vorherigen Veröffentlichungen an und begeistern wie zuvor schon mit einem frechen und einprägsamen Sound, der sich mit catchy Ohrwürmern in den Köpfen der Hörer*innen festsetzt. Nun musste wieder einiges an Wasser den Bach hinunterfließen bevor die Band im März 2023 ihr zweites Album der Öffentlichkeit preisgibt. Und genau um dieses Album geht es heute.



Veröffentlicht wurde „II“ wieder über das Wiener Independent Label Siluh Records, das neben Bad Weed auch noch viele andere großartige Bands vertritt und euch sogar mit dem hauseigenen Plattenladen mit den heißesten Platten der heimischen, aber auch internationalen Szene versorgt. Dort solltet ihr unbedingt mal vorbeischauen und am besten gleich die neue Bad Weed LP kaufen. Aber jetzt hören wir uns das mal an.


Die Band bleibt sich und ihrem Sound, der meiner Meinung nach eine Mischung aus frühem 2000er Indie-Punk und rotzigem Power- Pop mit ganz viel Garage im Abgang ist, wieder treu. Was mich besonders freut, denn das neue Album ist wie auch schon die vorherigen Veröffentlichungen geprägt von so eindringlichen und melodischen Gitarrenklängen, die sich fast schon ein wenig kindlich anhören. Was aber auch ein starkes Gefühl von Unbeschwertheit und Leichtigkeit vermittelt und beim Zuhören die Mundwinkel nach oben zieht. Was ich auch sehr cool finde ist, dass hier auch ein Stück Vergangenheit untergebracht wurde. Denn Track Nummer zehn mit dem Titel „Monster“ ist bereits bei den Demos von 2014 auf Bandcamp zu hören. Und Track Nummer sieben ist sogar ein wunderschönes Cover Von „No Place To Fall“ von Townes van Zandt, absoluter Hammer!



Es ist schon bemerkenswert was Bad Weed mit ihrem Sound schon an Wiedererkennungswert gewonnen haben. Denn auch wenn sie die Musik nicht neu erfunden haben, und ein Konzept verfolgen, welches es schon so oft gegeben hat, kreieren sie trotzdem einen ganz eigenen und unverkennbaren Sound. Auch die Vocals die manchmal ein wenig unbeholfen wirken aber immer tight sitzen, untermalen die kindliche Spielweise der drei Jungs. Im richtigen Moment dann auch noch mehrstimmig oder mit Background Vocals, das kommt super rüber und hört sich so aufgelockert an. Ein wahrer Hochgenuss zu hören wie Bad Weed auf „II“ so entspannt und freudig dahin musizieren. Mir persönlich gefällt es auch sehr, dass hier auf überflüssige langgezogene Solos und Tempowechsel oder Breaks verzichtet wird und geradlinig kurze und knackige Songs um die Ohren geballert werden. Hier ist sich niemand im Weg, niemand muss zeigen, wie gut man sein Instrument beherrscht und perfekt muss es auch nicht immer sein. Dieses Album ist einfach authentisch und ehrlich. Schlagzeug und Bass wissen ganz genau, was sie machen und legen ein grundsolides Fundament für Songs, die einem sofort in die Füße fahren und zum ausgelassenen Tanzen animieren. Auch wenn die meisten Songs mit ihrem schmuddeligen und frechen Charakter ein starkes Glücksgefühl auslösen, schummeln sich doch manchmal auch leicht schwermütige Texte mitunter. Somit gibt es auf „II“ viele Höhen und Tiefen. Ein paar Songs stimmen mich schon nachdenklich muss ich zugeben. Aber zum Glück haben Bad Weed die Fähigkeit die Hörer*innen immer gut bei Laune zu halten auf diesem schwungvollen Album.




Nach guten siebenundzwanzig Minuten ist der Spaß dann wieder vorbei, die dreizehn Songs von denen keiner länger als drei Minuten ist vergehen wie im Flug. Stimmt natürlich, dass die Zeit schneller vergeht, wenn man Spaß hat. Genau das ist es, was ich beim Hören von „II“ empfunden habe. Es macht einfach nur Spaß Bad Weed zuzuhören. Diese Band, sowie dieses Album, begeisterten mich mit dieser Leichtigkeit - Musik einfach zu machen und daran Spaß zu haben. Das kann man auch auf ihren Live-Shows, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann, hören und sehen. Es ist jedes Mal ein Hochgenuss die Band live zu sehen, denn live kommt noch eine große Portion Feeling dazu.

Also schaut sie euch an, holt euch die Platte im Siluh Record Store oder hört sie euch auf Spotify an. Ich freue mich schon wahnsinnig auf das nächste Album und hoffe, dass ich bis dahin nicht allzu lange warten muss. Ohne lange zu überlegen, gebe ich „II“ von Bad Weed fünf von fünf Nägel.






Bis zum nächsten Mal

Manu!

 

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Photo: Collage by Constantin Jacobs - Original by Martina Lajczak| Photos by Martina Lajczak





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