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REVIEW | JOHNNY AND THE ROTTEN - HERE IS JOHNNY II - ALBUM

Gibt es eine andere Umschreibung für komplett gestörte Musik, bei der man beim Anhören einfach nur eskalieren will? Ja, ich brauche dafür nämlich nur vier Worte, Johnny And The Rotten. Und genau um diese drei Freaks geht es heute.



Für mich ist das Psychedelic- Garage Punk Trio aus Linz nicht mehr aus der heimischen Musikszene wegzudenken, denn jedes Konzert, dass ich von ihnen besucht habe, war ein absoluter Genuss. Wenn diese Band auf der Bühne steht, reißen sie einfach alles nieder, wie ein Tsunami und meiner Meinung nach ist Live spielen die Königsdisziplin, in der sie nun, seit sie ihr Debüt Album Down The Rabbit Hole 2019 veröffentlicht haben und auch außerhalb der österreichischen Grenzen nicht gerade als unbekannt gelten, ganz hoch im Kurs sind. Aber heute geht es ja um das zweite Album Here Is Johnny II und wie schon beim Vorgänger fühlt man beim Hören diese Liveband Attitüde, als würde man im Club in der ersten Reihe stehen und der Band dabei zuhören, wie sie sich in Rage spielen, bis sie den Trance Zustand erreicht haben. Wenn man sich die acht Songs anhört, kommt man selbst in einen Zustand, bei dem man das Instrumentale und Vocals und das ganze Drumherum noch wahrnimmt, aber wie auf einem Trip in die Welt von Johnny And The Rotten mitgenommen wird, ob man nun will oder nicht. Ich jedoch musste gegen dieses mentale Kidnapping richtig hart ankämpfen damit ich ein Review schreiben konnte, das dieses Album in Worte fasst. Das war nicht einfach für mich, denn immer wenn ich versucht habe mich darauf zu konzentrieren, wie ich das, was ich gerade höre in Worte zu fassen bin ich schon nach kurzer Zeit wieder in diesen besagten Trancezustand gefallen.



Also will ich erst gar nicht versuchen nach Worten zu suchen die meine Impressionen über dieses Album beschreiben. Stattdessen will ich versuchen zu erklären, was dieses Album in mir ausgelöst hat. Es ist nämlich so, dass ich normalerweise, ob ich will oder nicht, automatisch Songs immer analysiere und versuche zu verstehen was da an den Instrumenten passiert oder um was es in dem Song geht. Das ist wahrscheinlich auch der Fluch des Musikers, dass man Musik oft nicht so hören kann wie man es sollte. Aber Johnny And The Rotten haben mich auch bei diesem Album wieder in die Zeit zurückversetzt als ich noch ein einfacher Hörer war, ohne den Zwang sofort alles zu analysieren. Es ist so erfrischend und wohltuend für mich wieder einmal Musik auf diese Art und Weise zu genießen. Wer das selbst kennt oder nachvollziehen kann, versteht vielleicht warum ich glaube das sowas zu sagen eines der größten Komplimente ist, die ein Musiker einer Band machen kann. Deswegen will ich heute auch gar nicht weiter darauf eingehen wie verdammt gut die Jungs ihre Instrumente beherrschen oder um was es in den Songs geht oder was sonst noch so in einem handfesten Review stehen sollte. Das überlasse ich dieses Mal ganz euch, denn ich mach mir dieses Hörerlebnis sicher nicht kaputt indem ich anfange alles zu analysieren. Ich will euch nur ans Herz legen, dass ihr euch ihre Platten, Tapes und Merch kauft, bei jeder Möglichkeit ihre Shows besucht und sie mit eurem Geld und eurer Liebe unterstützt, denn wenn es jemand verdient, dann Johnny And The Rotten!



Was ihr unbedingt noch wissen solltet ist das Here Is Johnny II via Stonefree Records, einem der heißesten Labels in Österreich veröffentlicht wurde. Also wenn ihr auf der Suche nach noch mehr hammer Bands seid, dann checkt die Stonefree Records Webseite und hört euch mal durch. Abgesehen davon könnt ihr dort direkt Platten und Merch kaufen.


Bevor ich es vergesse, kommt natürlich noch die Nägel vergabe und weil ich dieses Mal gar nicht richtig ins Detail gegangen bin und euch eigentlich nur meine Begeisterung für das Album und die Band reingedrückt habe, gibt es von mir sechs von fünf Nägel, damit ich euch, ohne noch zwanzig Seiten schreiben zu müssen, klarmachen kann wie abgefahren ich dieses Album finde und wie schwer es für mich war Here Is Johnny II in Worte zu fassen.






Bis zum nächsten Mal

Manu!

 

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Photo: Collage by Constantin Jacobs | Photos by @___lunagraphy





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