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REVIEW | ONKEL GUSTA - OBSTACLE COURSE - ALBUM

Ich freue mich heute ganz besonders ein Review über eine außergewöhnliche Band zu schreiben, denn ich darf euch dieses Mal etwas über Onkel Gusta erzählen und darauf habe ich gefühlt schon eine Ewigkeit gewartet.



Ich bin Fan dieser Band von der ersten Stunde an und habe sehnsüchtig darauf gewartet zu hören, ob sie den rohen und kompromisslosen Sound, den sie live bringen, auch in den Aufnahmen wiedergeben können und ja, das haben Sie geschafft. Das steht außer Frage. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass das Album, bis auf die Vocals die zwischen Drummer Paul und Bassist Felix wechseln und ein paar Gitarren Overdubs, eine Onetake-Aufnahme ist und sie somit diese einzigartige Live-Energie eingefangen und so aufs Album bekommen haben. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern als ich noch für NoBack Booking Veranstaltungen organisiert habe, das Debütkonzert irgendwann im Sommer 2021 auf die Beine gestellt habe und als sie dann auf der Bühne gestanden sind und angefangen haben zu spielen sprachlos war und mit offenem Mund dastand, weil ich einfach nicht damit gerechnet hab, dass die drei Jungs so verdammt hart abgehen.



Das war der Tag als mich Onkel Gusta in Ihren Bann gezogen haben und bis heute hat das auch kein bisschen nachgelassen. Ganz im Gegenteil, denn als ich das Debütalbum zum ersten Mal hörte war ich einfach wieder sprachlos. Vor allem das Intro hat mich gleich mal zum Schmunzeln gebracht denn hier hören wir die legendäre drive-thru Bestellung von Big Smoke aus dem Spieleklassiker „GTA San Andreas“. Eines meiner absoluten Lieblingsspiele aller Zeiten. Eine Bombenidee für ein Intro wie ich finde, denn ich habe mir nur gedacht was für ein genialer und amüsanter Anfang. Aber dann ist auch schon wieder Schluss mit lustig, denn dann wird es mit „Family Time“, dem ersten Song gleich mal richtig tough und genau so geht es dann das restliche Album durch, ein Banger nach dem anderen. Acht Songs mit ein bisschen über neunzehn Minuten purer Zerstörungskraft. Ich stehe auf die krassen Breakdowns die einem immer wieder die Mundwinkel runter ziehen und die Augenbrauen zusammenkneifen lassen, weil man sich denkt, oh ja, genau so muss das sein. Schlagzeug und Bass bilden eine perfekte Symbiose und bereiten damit diese absolut aggressive Unterlage vor, auf der die messerscharfe und eiskalte Gitarre sich austoben kann.



Ich denke Onkel Gusta haben Ihren Sound gefunden und ich hoffe Sie versuchen nichts daran zu ändern, denn auch wenn in der Band noch alle relativ jung sind hören sie sich einfach nur roh und Old School Hardcore mäßig an, so als würden sie schon eine Ewigkeit zusammenspielen, was ich einfach nur feiere. Ob das jetzt Grindcore oder Hardcore Garage-Punk ist oder wieviel Black Metal Einfluss dabei ist, will ich gar nicht erst herausfinden. Fakt ist, dass der Sound den uns Onkel Gusta auf „Obstacle Course“ um die Ohren ballern einfach nur genial ist. Auch inhaltlich ist mit der Band nicht zu spaßen, denn hört man sich „Hipsterpiss“ genauer an, hören wir wie Sie sich die ganzen engstirnigen Metal-Heads vornehmen, die glauben das Musikwissen mit dem Löffel gefressen zu haben und einem reindrücken wollen welche Bands der totale Müll sind und was sie alles über Dies und Das wissen und ihre ach so wichtige Meinung jedem ungefragt unter die Nase reiben müssen, inhaltlich wahrscheinlich mein Lieblingssong auf Obstacle Course.



Überhaupt schreien sich Die Jungs so einiges von der Seele, was Ihnen so auf die Nerven geht, genau so muss das auch sein, denn sonst würde das ganze nicht so perfekt in sich greifen. Ganz besonders hat es mir aber der Titel „Justice“ angetan, mein absoluter Favorit auf dem Album. Da kommt in der Mitte des Songs dieser Breakdown, der mich an den bei „Domination“ von Pantera erinnert und dann noch die Textzeile „Every one is my enemy“ dazu geschrien, da kommt mir die Gänsehaut. Aber so geht das ja eigentlich das ganze Album durch. Am besten Ihr holt euch „Obstacle Course“ selbst und überzeugt euch von der Zerstörungskraft des Trios. Bestellt es einfach direkt auf der Website von „San Tropez Records“, wo das Album auch veröffentlicht wurde.


Ich bin mir sicher wir werden noch einiges von Onkel Gusta hören und wenn es so weitergeht, werden die Jungs sicherlich auch noch so einiges erreichen, denn bis jetzt geht es für Sie steil nach oben. Ich glaube Ihr ahnt es schon, natürlich fünf von fünf Nägel.






Bis zum nächsten Mal

Manu!

 

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Photo: Collage by Constantin Jacobs - Original by Julie Hill| Photos by Julie Hill





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